Online-Version Ausgabe JANUAR / 2017 18.11.2016

Haben Sie unsere Landwirtschaft satt?
21. Januar - Agrardemo in Berlin

Liebe Tierfreunde,

wie Sie sicher in der Presse verfolgt haben, plant das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), ein staatliches Tierwohllabel einführen. Grundsätzlich begrüßen wir diesen Schritt. Doch gleichzeitig fordern wir - gemeinsam mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere, dem Deutschen Tierschutzbund, PROVIEH, VIER PFOTEN-Stiftung für Tierschutz und der Welttierschutzgesellschaft - ein glaubwürdiges Label durchzusetzen, das Haltungsbedingungen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard normiert. Nur so kann eine wirkliche Verbesserung für die  landwirtschaftlichen Tiere in Deutschland erreicht werden.
Mittelfristig muss eine obligatorische EU-Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte, analog zu der bekannten Eierkennzeichnung, umgesetzt werden, damit sich die Konsumenten beim Einkauf tatsächlich für oder gegen ein Haltungssystem entscheiden können. Bei den Eiern hat sich das Verfahren der Kennzeichnung der Haltungssysteme bewährt und in der Folge zu einer Auslistung der Eier aus Käfighaltung geführt.

Grundsätzlich  erwarten wir, dass

  1. die Kriterien eines staatlichen Tierwohllabels deutlich über nationalem und europäischem Recht liegen,
  2. die ausgewählten Kriterien zu einem messbar höheren Tierschutzniveau führen,
  3. ein staatliches Tierwohllabel nur an Betriebe vergeben wird, die alle Pflichtkriterien unmittelbar erfüllen.

Meine Bitte: Unterstützen Sie unsere Forderungen nach einer nachhaltigen Agrarwende - für die Menschen, für die Tiere, für die Umwelt. Kommen Sie am 21. Januar zur großen Marschdemo "Wir haben es satt" nach Berlin. Über 20.000 Bürger waren im letzten Jahr dabei. Beginn: 12 Uhr am Potsdamer Platz.

Die Aktivisten des Bundesverband Tierschutz treffen sich um 11.45 Uhr an der historischen Uhr am Potsdamer Platz. Ich freue mich auf Ihre Teilnahme und eine erfolgreiche Veranstaltung!

 

Ihr
Dr. Jörg Styrie

Geschäftsführer

 


Wir helfen Tieren in Spanien und Portugal!

Tierschutz darf nicht an den Landesgrenzen aufhören - dieses alte Motto der Tierschutzorganisationen gilt heute mehr denn je. Gerade in Südeuropa kämpfen nach wie vor zahlreiche Straßentiere um ihr Überleben. Doch es leiden auch die privat gehaltenen Tiere oft unter erbärmlichsten Haltungsbedingungen und Misshandlungen. Umso wichtiger ist die Unterstützung von ansässigen Tierschutzorganisationen, die sich um verbesserte Lebensbedingungen von Tieren vor Ort kümmern und Aufklärungsarbeit für einen anderen Umgang mit Tieren leisten. So finanziert der BVT u.a. den nächsten Kastrationseinsatz von "Tierärzte im Notdienst international" (TINI.VET) in Los Barrios (Südspanien). Gleichfalls hilft der BVT einem Tierheim in Loulé (Portugal) mit Spenden bei der (medizinischen) Versorgung seiner Tiere und wird in Kürze Vermittlungskandidaten auf seiner Webseite vorstellen. Infos unter www.bv-tierschutz.de

 
Neues Jahr - neues Zuhause?

Im Oktober baten wir um Spenden für die Knieoperationen unserer Chihuahua-Hündin Milka (damals noch Püppi). Die heute Achtjährige konnte kaum laufen; sie litt unter einer beidseitigen Patellaluxation. Hier springt die Kniescheibe (Patella) aus der Führung (Luxation) - ein sehr schmerzhafter Vorgang. Die notwendige Operation, vorerst an einem Hinterlauf, bewältigte Milka gut und ebenso die über Wochen angesetzte Therapie aus Ruhigstellung, vorsichtigem Lauftraining, Massagen und gezieltem Muskelaufbau. Derzeit wird der zweite Hinterlauf muskulär gestärkt. Wir hoffen, dass dadurch eine weitere OP vermieden werden kann. Einer Vermittlung steht somit nichts mehr im Weg. Milka und ihr gleichaltriger Gefährte, der Chihuahuarüde Mogli, hängen sehr aneinander und werden nur gemeinsam abgegeben. Die Eckpunkte: Ebenerdiges Zuhause, keine weiteren Tiere und keine Kinder im Haushalt. Infos unter www.tierheim-wesel.de